01745436333

Eingetragen am 11. Mai 2017 von Sonja Vincon

Häufige Anrufe in unverständlichem Englisch, kein Gespräch möglich, weil ununterbrochen geredet wird, Beleidigung am Ende des Telefonats

Anruf von 01745436333 bekommen? Unterstütze dieses Projekt und kommentiere diesen Beitrag!


1 Kommentar zu 01745436333
  1. hensonico
    18. Mai 2017 | 16:03

    Nicht nur Kostenfalle, sondern größerer Betrug!
    Ein Fehler unterbrach unser Gespräch zwei Mal nach weniger als 20 Sekunden und der Anrufer versuchte zunächst kein drittes Mal. Der Anrufer brachte nur heraus: „This phonecall is because of your computer“. Ich sah dann hier nach, und die Nummer scheint ja bekannt wie ein Hautausschlag. Zwei Stunden später rief er wieder an. Er nannte sich John Wilson, fragte ob ich Englisch könne und nannte irgendwas von Helpline.
    Allerdings hatte ich einen solchen Fall bereits im vergangenen Jahr. Da kam der englisch sprechende Anrufer laut Rufnummer angeblich aus Schleswig-Holstein. Da ich mich beinahe reinlegen ließ weiß ich mehr. Schlechter Englisch sprechen ist in dem Fall besser…
    Die Masche ist folgende: Der Anrufer gibt sich als Microsoft Service aus und gaukelt ein Problem auf meinem Computer vor. Das führe zu Spamming von meinem Computer aus oder Missbrauch durch Terroristen oder Fernsteuerung oder Ähnliches. Er könne helfen, dann sei das Problem in 10 Minuten gelöst. Löse man das Problem nicht, so komme man auf eine schwarze Liste, könne morgen Windows nicht mehr hochfahren oder riskiere eine Hausdurchsuchung wegen Terrorismusverdacht.
    Der Anrufer schlug mir dann Fernwartung mit TeamViewer vor. Kenne ich. Mit diesem Tool (=kostenlos installierbares Programm) kann der Anrufer auf meinem Computer basteln. Das soll der Angerufene installieren. Der Anrufer hilft, und das geht schnell. Das ist sehr praktisch, genial, bei vertrauenswürdigen Partnern (Bei Wartung meiner alten Gurke durch meine Softwarebude, wenn ich virtuell zur Problemlösung bei meiner computerphoben und fern wohnenden Mutter antrete etc.).
    Fatal nur, wenn man Betrüger auf seinen Computer lässt. Der kann dann walten als wäre er ich. Passwörter und Zugangsdaten klauen, Schadprogramme oder Backdoors installieren etc. In der Folge sich meiner Konten bemächtigen usw. Einmal die TeamViewer-Geheimnummer rausgegeben, dann ist der Angreifer ich. Meine Passwortdateien auslesen dauert Sekundenbruchteile. Dann kann ich, sobald ich’s merke, alle Passwörter ändern. Und versuchen, meinen Schaden zu begrenzen. Wer meine Passwörter hat ist ich. Am besten das Betriebssystem neu installieren, weil ich nicht weiß welche Trojaner man mir geschenkt hat.
    Wenn man fragt, ob sich der Anrufer (in meinem Fall mit dem Allerweltsnamen Smith) irgendwie authenifizieren kann, nennt er irgendwelche höchst allgemeinen Internetadressen (microsoft.help oder so und sagt: Das ist meine Abteilung!). Er verstärkt durch leichte Drohungen: „Wir sind nicht irgendeine kleine Bude, wir sind Microsoft, und wir tun das für Sie! Wollen Sie, dass Sie bei den Geheimdiensten auf die Schwarze Liste kommen, Ihre IP-Adresse gesperrt wird, Ihr Windows innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht mehr hochfährt? Wer will das schon?
    Die mangelhafte Authentifizierung war auch der Punkt, an dem ich aufgewacht bin. Da muss schon mehr über die mildtätige Computerseelsorge im Netz sein.
    Fazit: Anschreien, hinhalten, auflegen, oder sich in schlechtem Englisch Späßchen mit dem Anrufer machen.

Schreibe einen Kommentar